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Die Stuntfahrer

Die Stuntfahrer wärmen schon einmal ihre Reifen für die Stuntshow beim legendären ADAC Bikertreff vor. Mit dabei sind Chris Rid, Dominik Csauth und Markus William.


CHRIS RID

Ein Leben auf zwei Rädern – nicht immer mit beiden am Boden, aber auch noch nicht völlig abgehoben: Das ist Chris Rid, Stunt-Rider aus Markdorf am Bodensee. Schon als Kind auf dem Fahrrad oder später, zum Leidwesen seiner älteren Schwester auf deren Mofa, forderte Chris das Material bis an die Belastungsgrenze. Zunächst im Gelände, wo er mit einer Motocross-Maschine im Alter von 15 Jahren die Erde umzugraben begann. Das Wühlen im Dreck sollte schnell seinen Reiz verlieren. Natürliche Hindernisse waren keine Herausforderung – Rampen wurden gebaut, um in den Himmel zu springen. Freestyle-Motocross war das erste Ziel, doch noch nicht das Richtige.

Chris Pfeiffer, mehrfacher Weltmeister im Stuntriding, wurde wohl nicht nur wegen der Namensgleichheit zum Idol. Auch die Freestyler-Szene aus den USA und Videos von dort, die im Internet zu bewundern waren, inspirierten den jungen Moto-Maniac.

Wheelies waren der Anfang, das Fahren auf dem Hinterrad stand ab 2007 auf dem Trainingsplan. Von nun an wurde alles was zwei Räder hatte auf einem Rad bewegt. Jede

freie Minute verbringt Chris Rid seitdem damit, seine Tricks zu üben, seine Fähigkeiten zu verfeinern und an seinen Stuntbikes zu basteln. Als Kfz-Meister ein Mann vom Fach, baut er sich diese mit eigenen Händen nach seinen Bedürfnissen auf.

Homepage: www.chrisrid.com 
Facebook: www.facebook.com/ChrisRidStuntrider


DOMINIK CSAUTH

Dominik Csauth war noch ein kleiner Junge mit ziemlich genau sechs Jahren, als er sich ein Leben ohne Motorräder nicht mehr vorstellen konnte. Das Ganze begann bei ihm zu Hause in der Einfahrt, erst einmal ganz ohne sportlichen Hintergrund. Doch schon bald suchte Dominik Csauth nach einer passenden Herausforderung, bei der er sein sportliches Geschick sowie seine Leidenschaft für Motorräder verbinden konnte. Diese fand der heutige Stuntfahrer im Alter von 14 Jahren im Trial-Sport. Gleich im ersten Jahr wurde sein Einsatz mit dem ersten Platz im Alpenpokal belohnt. In dieser Disziplin hielt er sich einige Jahre erfolgreich auf dem ersten Platz, räumte schon damals alle Preise ab. Der erster Platz in der Deutschen Meisterschaft und Bayerischer Meister sind nur zwei Beispiele hierfür.

Immer auf der Suche nach einem neuen Kick kam Dominik Csauth mit 23 Jahren auf eine Straßenmaschine zurück und fand die neue Leidenschaft im „Freestyle“.

Was er auf dem Motorrad alles anstellen kann, bekam er erst mit der Zeit heraus – unter anderem auch durch seinen damaligen Mentor Christian Pfeiffer. Heute begeistert Dominik Csauth das Publikum von jung bis alt mit seiner Show.

Homepage: www.dominik-csauth.de 
Facebook: www.facebook.com/DominikCsauth


Markus „Wille“ Willam

Der 41-Jährige ist seit 2008 im Stuntriding aktiv. In dieser sehr jungen Sportart werden mit Straßenmotorrädern und Quads die unglaublichsten Tricks gezeigt. In „Willes“ Heimat Österreich ist die Szene noch sehr klein, schätzungsweise gibt es rund 20 Fahrer – während es in Deutschland und Frankreich schon Hunderte und in Amerika bereits Tausende sind.


Paul „Mexx“ Koch

Bereits im Alter von zwölf Jahren legte das Rauchen von Zigaretten den Grundstein und Einstieg in eine 30 Jahre überdauernde schwere Drogenabhängigkeit. Die Spirale nach unten drehte sich immer schneller. Mexx kam vom Marihuana- und Haschisch-Rauchen, über die Einnahme von Aufputschmitteln, schnell zum Konsumieren von Kokain und Heroin.

Weltweiter Drogenhandel und sein eigener Schlangenfachhandel mit etwa 100 Schlangen brachten das nötige Geld, um die eigene Versorgung mit Drogen sicher zu stellen. Nach 15 Jahren des Dealens wurde er beim Schmuggel von vier Kilogramm Drogen ertappt und 1987 zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Haftentlassung macht ein Tumor im Bauchraum einen Krankenhausaufenthalt nötig, währenddessen ihn seine damalige Frau mit einem Dealerkumpel betrog. Als er den Tod seiner – ebenfalls drogenabhängigen – Freundin live miterlebt, schreit Mexx das erste Mal zu Gott.